KOMA - Kraftwerk of Modern Art

Das 1906–08 vom Berliner Energieversorgungsunternehmen Bewag in direkter Spreelage errichtete Kraftwerk Rummelsburg gilt als Ikone der Industriebaukultur in Deutschland.

Als einer der frühen hochleistungsfähigen Stromproduktionsstandorte wurde die Anlage wegen des wachsenden Strombedarfs der aufstrebenden Metropole kontinuierlich ausgebaut. Seine prägnanteste Erweiterung erfuhr der Kraftwerksbau 1925–27 nach Plänen des Berliner Architekten und damaligen Leiters der Bewag-Bauabteilung, Hans Heinrich Müller, der der letzten Ausbaustufe einen monumentalen, stadtbildprägenden Giebel vorblendete. Nach Beseitigung der Kriegsschäden ging das Kraftwerk Rummelsburg noch im Sommer 1945 als erste der Berliner Anlagen wieder ans Netz. Das seit den 60er Jahren abgeschaltete Kraftwerk mit seiner imposanten, lichtdurchfluteten Halle dient heute als Veranstaltungsort und als Kulisse für internationale Filmproduktionen.

Das historische Kraftwerk bildet den Auftakt zu einer architektonisch und zeitgeschichtlich bedeutsamen Industrielandschaft an der Spree. In Nachbarschaft zum Großkraftwerk Klingenberg, der Gaswerkersiedlung und dem ehemaligen DDR-Rundfunkzentrum in der Nalepastraße kommt der Entwicklung des Standortes eine besondere Bedeutung zu.

 

 

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